Musterprojekt · Erfassungsanalyse

Was eine Kamera wirklich sieht.

Ein erfundenes Verwaltungsgebäude mit Vorplatz und Hof, drei Montagepunkte, zwei Varianten. Variante A ist eine übliche Standardmontage, Variante B das Soll-Konzept. Der Situationsplan zeigt, welche Flächen im Bild liegen und wie gut Personen darauf zu erkennen sind.

  • Erfundenes Beispiel, Lage verfremdet
  • Erkennbarkeit nach IEC 62676-4
  • Herstellerneutral
Nachbarparzellen im Bild
A8B0
Strasse und Trottoir im Bild
A421 m²B0 m²
Zweckpunkte, an denen Personen identifizierbar sind
A0 von 3B3 von 3

Modellwerte, gerundet. A = Standardmontage, B = Soll-Konzept, gleiche drei Montagepunkte.

Gleiche Montagepunkte, anderer Blick.

Variante A schaut mit Weitwinkel rechtwinklig von der Fassade weg, auf Strasse und Nachbarn. Variante B folgt der Fassade und endet an der Grundstücksgrenze. Den Ausschlag geben Ausrichtung, Brennweite und Neigung.

Variante
Ansicht
Situationsplan des Musterobjekts mit den Erfassungsbereichen der Kameras Verfremdeter Plan: Verwaltungsgebäude mit Vorplatz und Hof, umgeben von Strasse und Nachbarparzellen. Variante A erfasst Strasse, Trottoir und Teile von acht Nachbarparzellen; Variante B bleibt auf dem eigenen Grundstück. VerwaltungEigene ParzelleStrasse, öffentlicher GrundNachbarparzelleNachbarparzelleEingangTrottoirFenster NachbarVelounterstandHofzufahrt A1A2A3B1B2B3 01020 m N
  • im Bild, eigenes Grundstück
  • im Bild, Strasse und Trottoir
  • im Bild, Nachbarparzelle
  • Gebäude
  • teilweise im Bild, über Mauer oder Hecke
  • Hecke, Mauer
  • Identifizieren (ab 250 px/m)
  • Erkennen (ab 125 px/m)
  • Beobachten (ab 62 px/m)
  • Detektieren (ab 25 px/m)
  • Zweck erfüllt
  • Zweck verfehlt
  • fremd, im Bild
  • fremd, nicht im Bild
Situationsplan mit verfremdeter Lage: Gebäude und Parzellen gespiegelt, gedreht und vereinfacht, ohne Strassennamen und Parzellennummern. Erfassungsbereiche als Modellwerte für eine Zielhöhe von 1.70 m; Gebäude, Mauer und Hecke begrenzen die Sicht. Im echten Bericht steht der Plan auf der amtlichen Parzellenkarte.

Variante A · Standardmontage

Weitwinkel (2.8 mm, 103°) rechtwinklig zur Fassade, kaum geneigt: Die Kameras schauen auf Strasse, Trottoir und Nachbarhäuser.

Kameras

  • A1 HaupteingangWeitwinkel 2.8 mm, 103° · 10° geneigt · 3.0 m hochIdentifizieren bis 4.1 m · Erkennen bis 8.5 m
  • A2 VelounterstandWeitwinkel 2.8 mm, 103° · 12° geneigt · 3.5 m hochIdentifizieren bis 4.0 m · Erkennen bis 8.4 m
  • A3 HofzufahrtWeitwinkel 2.8 mm, 103° · 8° geneigt · 3.0 m hochIdentifizieren bis 4.1 m · Erkennen bis 8.5 m

Prüfpunkte

  • Haupteingang (Vorplatz)nicht identifizierbar
  • Trottoir (öffentlicher Grund)im Bild: Beobachten (A1)
  • Fenster Nachbarhaus (1. OG)im Bild: Beobachten (A3)
  • Velounterstand (Hof)nicht identifizierbar
  • Hofzufahrtnicht identifizierbar

Variante B · Soll-Konzept

Zoomobjektiv (50° bis 54°) entlang der Fassade, 30° bis 34° geneigt: Das Bild endet an der Grundstücksgrenze; Eingang, Velounterstand und Hofzufahrt liegen im Bereich «Identifizieren».

Kameras

  • B1 HaupteingangZoomobjektiv, 50° · 30° geneigt · 3.2 m hochIdentifizieren im ganzen Bild · Bild endet am Boden nach 11.5 m
  • B2 VelounterstandZoomobjektiv, 50° · 33.5° geneigt · 3.5 m hochIdentifizieren im ganzen Bild · Bild endet am Boden nach 10.2 m
  • B3 HofzufahrtZoomobjektiv, 54° · 31° geneigt · 3.5 m hochIdentifizieren im ganzen Bild · Bild endet am Boden nach 13.1 m

Prüfpunkte

  • Haupteingang (Vorplatz)Identifizieren (B1)
  • Trottoir (öffentlicher Grund)nicht im Bild
  • Fenster Nachbarhaus (1. OG)nicht im Bild
  • Velounterstand (Hof)Identifizieren (B2)
  • HofzufahrtIdentifizieren (B3)

Weniger sehen, mehr belegen.

Drei Erkenntnisse aus dem Vergleich, die für fast jede Anlage gelten.

Weitwinkel schaut am Zweck vorbei

Die drei Weitwinkelkameras erfassen in Variante A rund 421 m² Strasse und Trottoir, Teile von 8 Nachbarparzellen mit rund 1'040 m² und ein Fenster im Nachbarhaus. Identifizierbar sind Personen nur bis etwa vier Meter vor der Kamera, an keinem der drei Zweckpunkte.

Begrenzt durch Ausrichtung, Zoom und Neigung

Im Soll-Konzept endet das Bild durch Ausrichtung, Zoomstellung und Neigung an der Grundstücksgrenze. Das lässt sich am Gerät ablesen und auf der Parzellenkarte belegen.

Erkennbar dort, wo es zählt

In Variante B liegen Haupteingang, Velounterstand und Hofzufahrt im Bereich «Identifizieren». Das Bild ist kleiner, aber jeder Quadratmeter darin dient dem Zweck, und fremder Grund bleibt draussen.

Diese Seite zeigt das Ergebnis. Der Bericht belegt es.

Der vollständige Musterbericht umfasst 30 Seiten. Was hier unkenntlich ist, gehört zum Auftrag.

  • Je Kamera eine Doppelseite: Plan, Kenndaten, Pixeldichte und betroffene Parzellen mit Fläche
  • Sommer und Winter: Sicht durch Hecken und Bäume, belaubt und kahl
  • Gelände: Schnitt entlang jeder Sichtachse, Kuppen und Senken inklusive
  • Prüfpunkte: Eingang, Fenster oder Trottoir mit der erreichten Erkennbarkeitsstufe
  • Rechtlicher Bezugsrahmen: als Orientierung für Ihre Rechtsvertretung
  • Projektdatei mit Prüfsumme: jede Zahl im Bericht lässt sich nachvollziehen
Deckblatt des Musterberichts «Kamera-Planung» mit Auftraggeber, Referenz und Verfasser
DeckblattMusterbericht
Inhaltsverzeichnis des Musterberichts mit neun Kapiteln und einer Doppelseite je Kamera
Inhalt30 Seiten, verlinkt
Übersichtsseite des Musterberichts, Plan und Tabelle unkenntlich gemachtim Auftrag
Übersichtalle Kameras auf einem Plan
Kameraseite des Musterberichts, Inhalt unkenntlich gemachtim Auftrag
Kamera A1Plan, Kenndaten, Pixeldichte
Seite mit Geländeschnitten, Inhalt unkenntlich gemachtim Auftrag
Geländeschnittje Sichtachse
Seite mit Konzept und Empfehlungen, Inhalt unkenntlich gemachtim Auftrag
Empfehlungen, RechtsrahmenMassnahmen, informativ

Auszug aus dem Musterbericht zur Planungsprüfung (Deckblatt-Titel «Kamera-Planung»). Seiten mit dem Vermerk «im Auftrag» sind in dieser Vorschau absichtlich unkenntlich gemacht. Den vollständigen Musterbericht zeige ich Ihnen gern im Erstgespräch.

Vom Augenschein zum belastbaren Bericht.

Für ein Gutachten, einen Kamera-Check oder eine Planungsprüfung wie in diesem Muster.

  1. Augenschein

    Standort, Montagehöhe, Ausrichtung und Neigung jeder Kamera, Fotos und Kontrollbilder, Angaben des Betreibers zu Aufzeichnung und Speicherung.

  2. Modell und Auswertung

    Erfassungsbereich auf der amtlichen Parzellenkarte, mit Sichtlinien über Gebäude, Mauern, Hecken und Bäume, Gelände entlang der Sichtachse und Erkennbarkeit an jedem relevanten Punkt.

  3. Bericht

    Als PDF, nachvollziehbar dokumentiert, mit Projektdatei und Prüfsumme. Als technisches Gutachten stellt er die technischen Tatsachen fest; die rechtliche Würdigung bleibt bei Ihrer Rechtsvertretung.

Erfundenes Beispiel

  • Gebäude, Parzellen und Umgebung sind verfremdet: gespiegelt, gedreht und vereinfacht, ohne Strassennamen, Parzellennummern und Koordinaten.
  • Kamerastandorte, Modelle, Betriebsangaben und Ergebnisse sind frei erfunden und geben keine tatsächliche Anlage wieder. Kein Auftrag, keine Referenz.
  • Modellwerte ersetzen keinen Augenschein und keine Vermessung.
  • Grundlage der Verfremdung: © Amtliche Vermessung Schweiz / FL; Gebäudeumrisse © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL).

Ihre Kameras. Ihr Grundstück. Klar belegt.

Ob Frage aus der Nachbarschaft, Prüfung einer bestehenden Anlage oder Planungsprüfung einer neuen: Ich dokumentiere den Erfassungsbereich nachvollziehbar und herstellerneutral. Den vollständigen Musterbericht zeige ich Ihnen gern im Erstgespräch.

kontakt@henry.swiss +41 77 265 82 03 Threema: ST6PKWJU Aargau, Schweiz. Vor Ort in der ganzen Schweiz, Anfahrt in den Kantonen Aargau, Luzern, Solothurn, Zug und Zürich inbegriffen. Schweizweit auch per Video. Vertrauliches gern per Threema, Ende-zu-Ende verschlüsselt. Erstgespräch vereinbaren